„Kaokoland für Fortgeschrittene“ – so könnte man die Safari ganz salopp umschreiben. Die Route ist so geplant, das auch ehemalige Tourenteilnehmer der zweiwöchigen Kaokoveldtour (Abenteuertour III) mitmachen können, ohne in Gefahr zu laufen noch einmal dasselbe zu sehen. Lediglich in einigen wenigen Etappenabschnitten (z.B. Hoanib – Horausib) gibt es Überschneidungen, also solche Strecken, die man sowieso als „Filetstücke“ bezeichnen kann.
Bei dieser Tour wollen wir eines der abgelegensten und ursprünglichsten Gebiete Namibias erkunden. Es ist ein Gebiet das nur mit passender Ausrüstung, zwei geländetauglichen Fahrzeugen und entsprechendem Wissen befahren werden kann. Verpflegung, Wasser, Sprit muss in ausreichender Menge mitgeführt werden, denn Einkaufsmöglichkeiten sind selten.
Selbstfahrer, die uns mit dem 6x6 oder 4x4 Geländewagen durch die Wildnis begleiten wollen, sind herzlich willkommen. Sie werden ein unvergessliches „Offroad“ Erlebnis haben !
Tagesablauf
Erklärung: F = Frühstück, M = rustikale Brotzeit, A = Abendessen mit Lagerfeuerromantik
Tag 1: Morgens Abholung vom Flughafen Windhoek. Anschließend fahren wir weiter nach Windhoek. Nachmittags lernen wir die Hauptstadt näher kennen und erfahren dabei Interessantes zur Geschichte, Kultur und Bevölkerung des Landes. Am Abend kehren wir in ein uriges, namibianisches Steakhouse ein, das mit seinen “Mammut”-Portionen heimischer Spezialitäten und ausgezeichnetem südafrikanischem Wein besticht. Danach sinken wir in der netten Pension in die Federn. Brunch (40 km) Tag 2: Nach einem leckeren Frühstück starten wir die erste Etappe der Safari. Das Tagesziel ist die Spitzkoppe, das „Matterhorn von Namibia“. Wir wollen auf einer ca. zweistündigen Wanderung Felszeichnungen anschauen und die Gegend erkunden. Dabei erzählen wir Ihnen etwas über das richtige Verhalten im Busch und über alle krabbelnden, kriechenden, stechenden und beißenden Bewohner Namibias. Übernachtet wird irgendwo am Fuße der Spitzkoppe (o.S.= ohne Sanitäranlagen). F/M/A (280 km) Tag 3: Nach einer ca. zweistündigen Fahrt treffen wir in Uis, einer kleinen Minenortschaft, ein. Wir tanken die Fahrzeuge auf und fahren anschließend weiter nach Westen, auf die Westseite des Berges. Die Fahrt geht durch das Gelände einer verlassenen Kupfermine. Außer den verfallenen Betriebsgebäuden und verrosteten Gerätschaften, sind hier riesige Krater in der Landschaft zurückgeblieben, Zeugen einer einst regen Minentätigkeit. Nachdem wir ein Labyrinth von zerklüfteten Tälern durchfahren haben, werden wir den Ugab erreichen. Das “Flussbett” ist sehr sandig und verzweigt sich in viele Nebenarme, die von Bäumen und Sträuchern gesäumt sind. In diesem Labyrinth von Seitenarmen, Sandverwehungen und Felskuppen haben wir gute Chancen auf Wüstenelefanten zu stoßen. Darum und auch wegen der Aussicht auf eine Dusche werden wir in einem rustikalen, einheimischen Camp im Ugab bleiben. (S.v.) F/M/A (200 km) Tag 4: In den nächsten Tagen sehen wir eine Region Namibias über deren Existenz sich nicht einmal die Namibianer so richtig bewusst sind. Auf den gängigen Landkarten ist hier weder eine Straße, noch eine Ortschaft, noch irgendein Anhaltspunkt eingetragen, es ist einfach nur ein „weißer Fleck“. Wir verlassen den Ugab nach Norden. Eine interessante Allradstrecke führt durch ein Labyrinth von Tälern und Schluchten auf ein Hochplateau, das einen fantastischen Blick auf die für das Damaraland typischen roten Tafelberge freigibt. Die Strecke führt in die Gegend des Doros Krater und dann weiter zum „Verbrannten Berg“, wo wir am späten Nachmittag wieder auf eine Straße treffen. Übernachtet wird in der Nähe von Twyfelfontein. (S.v.) F/M/A (100 km) Tag 5: Gleich nach dem Frühstück starten wir eine ca. einstündige Wanderung zu den Felsmalereien und Felsgravuren bei Twyfelfontein. Anschließend Fahrt zur malerischen Palmenoase Palmwag direkt am Uniab River (S.v.). Den Nachmittag lassen wir gemütlich angehen und genießen die einmalige Atmosphäre am Pool. F/M/A (120 km)
Tag 6: In den frühen Morgenstunden unternehmen wir eine ca. zweistündige Wanderung entlang des Flussbettes. Nicht nur die Landschaft, sondern auch der Wildreichtum dieser Gegend wird Sie begeistern. Nach dem Frühstück geht die Fahrt weiter nach Norden in Richtung Fort Sesfontein. Vorbei an dem Khowarib Rivier und der Khowarib Schlucht arbeiten wir uns bis zum Ongongo-Wasserfall vor. Das Auffangbecken des Ongongo-Falles ist ein ideales Plätzchen zum Baden (Badehose/-anzug nicht vergessen!). Auf unserem Weg weiter nach Norden erreichen wir schon bald Sesfontein mit der vorerst letzten Möglichkeit Wasser, Sprit und Lebensmittel zu besorgen. Bei Sesfontein endet das, was man hierzulande allgemein als Straße bezeichnet und in den nächsten Tagen gibt es nur noch Offroadstrecken. Unser Camp liegt etwas außerhalb der Ortschaft. (S.v.) F/M/A (140 km) Tag 7: Bei Sesfontein wird noch mal voll getankt und schon sind wir wieder unterwegs. Schon nach 20 km endet die Straße und es beginnt eine holperige Fahrstrecke, der wir bis zum Ganamub folgen. Wir werden im Flussbett des Ganamub so lange nach Südwest vorstoßen bis wir das Flussbett des Hoanib gefunden haben. Dieses Trockenrivier ist nicht nur reich an Wild, sondern auch an Sandpassagen. Große Herden der verschiedenen Antilopenarten sind hier anzutreffen, sowie Giraffen, Leoparden, Spitzmaulnashörner und die seltenen Wüstenelefanten ... es ist eines der letzten freien Tierparadiese. An geeigneter Stelle wird das Camp aufgeschlagen und in der absoluten Wildnis (o.S.) genächtigt. Die parallel zum Hoanib verlaufende Hügelkette bietet uns eine ausgezeichnete Chance den Flusslauf nach Westen hin zu Fuß zu erkunden, ohne von dem Wild bemerkt zu werden. Hier gibt es genug Deckung vor Elefanten, Nashörnern und anderen Tieren. F/M/A (150 km) Tag 8: Wir arbeiten uns noch ein Stück weiter dem Hoanib Flusslauf entlang vor. In den frühen Morgenstunden hat man nicht nur die beste Gelegenheit Tiere zu beobachten, sondern auch das ideale Fotolicht. Wir verlassen das Rivier nach Norden, die Route führt durch eine flache Wüstengegend. Am Nachmittag werden wir den Horausib erreichen. Hier gibt es stellenweise ganzjährig fließendes Wasser, entsprechend reich ist die Tierwelt. Was einen aber schier überwältigt, ist die Landschaft. Am Nachmittag erreichen wir ein wildromantisches Buschcamp (Purros), wo wir uns für die Nacht einrichten. (S.v.) F/M/A (150 km) Tag 9: Parallel zur Skelettküste geht die Fahrt weiter durch flaches Wüstengelände. Selbst in dieser vegetationslosen, fast lebensfeindlichen Umgebung trifft man immer wieder auf Springböcke, Oryx und Strauße. Zur Mittagszeit erreichen wir Orupembe. Das Bohrloch hier garantiert eine permanente Wasserversorgung, was für eine Ovahimba-Sippe ein guter Grund war, sich hier mit ihren Viehherden für mehrere Monate im Jahr niederzulassen. Wir dringen weiter in die Wildnis vor, die Landschaft wird bergiger und abwechselungsreicher. Durch bergiges Gelände fahren wir nach Norden bis Rooidrom. Dies ist nichts anderes als ein leeres, rotes Benzinfass, das mitten im Nirgendwo an einer Strassenkreuzung steht und als Wegmarkierung dient. In dieser Region wurden schon des öfteren Löwen gesichtet. Weiter nördlich erreichen wir schon bald den Marienfluss, ein breites Tal das in der Ferne von pittoresken Bergsilhouetten eingerahmt wird. Von Zeit zu Zeit sind seltsame, kreisrunde Sandflecken in der Graslandschaft zu entdecken. Am Ende des Tales treffen wir auf den Kunene, wo wir uns für zwei Übernachtungen einrichten. (S.v.) F/M/A (180 km) Tag 10: Den heutigen Tag lassen wir gemütlich angehen. Wer möchte kann den Kunene entlang wandern, dabei die Landschaft bewundern und die Aussicht auf den Fluss genießen oder einfach im Camp bleiben um Wäsche zu waschen oder ein Buch zu lesen usw. (S.v) F/M/A Tag 11: Der Rückweg führt wieder durch das Marienfluss-Tal, was im Morgenlicht ein ganz besonderes Erlebnis ist. Bei der „Red Drum“ werden wir einen anderen Weg nach Süden wählen. Es geht mehr durch die Berge so dass wir eine andere Landschaft erleben als bei der Fahrt nach Norden. Etwa zur Mittagszeit treffen wir wieder bei Orupembe ein und finden dort eine Route nach Osten, die nach Opuwo führt. Opuwo werden wir aber heute ganz sicher nicht erreichen, darum suchen wir uns am Nachmittag ein schönes Plätzchen in der Wildnis, wo wir die Zelte aufschlagen. (o.S.) F/M/A (200 km) Tag 12: Weiter geht es durch die Berge, vorbei an diversen Siedlungen der Ovahimba. Es werden sich Gelegenheiten ergeben mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. Ab Kaoko Otavi wird die Straße wieder besser und es ist auch nicht mehr weit bis Opuwo, wo wir am späten Nachmittag eintreffen. (S.v.) F/M/A (120 km) Tag 13: Nach den vielen Tagen in der Wildnis finden wir endlich wieder einen Supermarkt um unsere Vorräte aufzufüllen. Opuwo ist aber auch ein Sammelbecken der unterschiedlichen Ethnien. Hier trifft man Hereros (in ihrer traditionellen Tracht), Damaras, Ovambos und Ovahimbas (mit Lendenschurz und roter Farbe). Gelegentlich sind sogar Ovasembas zu sehen, die aus Angola nach Namibia kommen um hier bei den Ovahimbas zu arbeiten. Wenn unsere Vorräte ausreichend aufgefüllt und die Ortschaft ausgiebig erkundet haben, fahren wir weiter nach Epupa. Immer öfter kommen wir an den Dörfern des Ovahimba Volkes vorbei. Am Kunene Fluss und seinem einmaligen Wasserfall finden wir einen sehr schönen Campingplatz (S.v.). Mit lautem Getöse donnern die Fluten des Kunene 50m in die Tiefe. In die aufstäubenden Wasserwolken zaubert die Sonne ganz phantastische Regenbogenspiele. An diesem traumhaften Plätzchen werden wir zwei Nächte bleiben. F/M/A (200 km) Tag 14: Vormittags lernen wir die Gegend besser kennen. Ein ca. 8 km entferntes Himba-Dorf ist ein denkbares Ziel. Am Nachmittag unternehmen wir eine ca. einstündige Wanderung auf einen Berg, von dem aus man die Wasserfälle in ihrer ganzen Breite sehen kann. (S.v.) F/M/A (20 km) Tag 15: Es wird zeitig aufgestanden, denn uns steht ein langer Tag bevor, wir wollen bis auf Höhe des Etoscha Nationalparks gelangen. Das Camp liegt so nahe am Etoscha-Nationalpark, das nachts das Konzert der Hyänen, Schakale und Löwen unüberhörbar ist. (S.v.) F/M/A (380 km) Tag 16: Auf der neuen Teerstraße geht es nach Kamanjab und weiter nach Outjo, Otjiwarongo und dann zum Waterberg Nationalpark. Übernachtung am Waterberg Plateau Park. (S.v.) F/M/A (360 km) Tag 17: Auf dem Okahandja Holzmarkt haben Sie noch eine gute Gelegenheit schöne Souvenirs zu erhandeln. Am frühen Nachmittag erreichen wir dann Windhoek und ein Rückflug am Abend wäre möglich. F (280 km)
Leistungen
Alle Fahrten inkl. Benzin und Versicherung mit Pinzgauer (6-Rad-Antrieb) oder Landrover Discovery (4-Rad-Antrieb)
Alle Eintritte, Parkgebühren und Übernachtungen (meist Camping) wie beschrieben
Volle Verpflegung mit Frühstück, Brotzeit (mittags) und Abendessen (außer in den Stadten)
Trinkwasser, Tee, Kakao oder Kaffee
Reiseinsolvenzversicherung
Nicht enthalten:
Int. Flug nach Windhoek und zurück (günstig über uns!)
Einzelzimmer- /Zeltzuschlag
Weitere Getränke (insbesondere in den Städten)
Persönliche Ausgaben und Ausflüge
Hinweise/Anforderungen
Diese Reise stellt keine Extremtour dar! Sie sollten Spaß am Outdoor-Erlebnis (Zelten) haben und Teamgeist mitbringen. Es wird Mithilfe beim Kochen (Gemüse schneiden, Abwaschen, etc.) und Zeltaufbau erwartet. Gute Gesundheit und durchschnittliche Kondition sollten vorhanden sein.
Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Es werden ein möglichst guter Schlafsack, Isomatratze und Wanderschuhe benötigt.
Bitte vor Reiseantritt den Hausarzt wg. Impfungen aufsuchen (Hepatitisimpfung sowie Malaria-Prophylaxe werden empfohlen).
Reiseversicherungen werden empfohlen.
Termine/Preise
12.10. - 28.10.12 / € 2.249,- zzgl. Flug
30.05. - 15.06.13 / € 2.349,- zzgl. Flug
01.08. - 17.08.13 / € 2.349,- zzgl. Flug
29.08. - 14.09.13 / € 2.349,- zzgl. Flug
Einzelzeltzuschlag: € 50,-
Teilnehmerzahlen: 5 - 10 Personen
Bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl behalten wir uns das Recht vor die Reise bis 4 Wochen vor Reisebeginn abzusagen oder gegen Aufpreis nach Rücksprache mit allen Teilnehmern durchzuführen.